Die bayerische Staatsregierung korrigiert ihren Kurs: Das 2022 eingeführte Holzbauförderprogramm wird eingestellt. Nach rund 58 Millionen Euro an gezielten Subventionen für Holzkonstruktionen rückt nun die baustoffneutrale Schaffung von Wohnraum in den Fokus. Für die bayerische Bauwirtschaft bedeutet dies die Rückkehr zu einem fairen Wettbewerb – und eine Chance für Bauweisen, die über den gesamten Lebenszyklus überzeugen.
Marktverzerrung weicht pragmatischen Lösungen
Wir bei Hörl+Hartmann haben die einseitige Privilegierung einzelner Baustoffe stets kritisch begleitet. Bereits im Juni 2023 setzten wir uns mit einer Petition für Technologieoffenheit und Baustoffneutralität ein. Unser Argument war und ist: Steuerliche Anreize sollten nicht an spezifische Materialien, sondern an die tatsächliche Performance eines Gebäudes gekoppelt sein. Die Entscheidung der Staatsregierung, die Mittel nun konzentriert für die allgemeine Wohnraumgewinnung einzusetzen, ist ein richtiger Schritt weg von der Ideologie und hin zur baulichen Realität.
Nachhaltigkeit neu definiert: Der Lebenszyklus entscheidet
Oft wurde der Holzbau pauschal als „klimafreundlicher“ deklariert. Wissenschaftliche Analysen, unter anderem vom Netzwerk solid UNIT, zeigen jedoch ein differenzierteres Bild: Betrachtet man die CO2-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus, verschwinden die vermeintlichen Vorteile oft nach wenigen Jahrzehnten.
Für uns bei Hörl+Hartmann beginnt eine nachhaltige massive Bauweise erst bei einer Nutzungsdauer von weit über 75 Jahren. Die thermische Speicherfähigkeit massiver Ziegelwände reduziert den Energiebedarf für Heizung und Kühlung dauerhaft, während die Robustheit des Materials Instandhaltungskosten minimiert. Ein Gebäude, das Generationen überdauert, ist in der Gesamtbilanz ökologisch und ökonomisch jedem kurzlebigen System überlegen.
Effizienz durch Systembau und Vorfertigung
Das Ende der Einzelförderung lenkt den Blick auf das Wesentliche: Wie schaffen wir schnell und wirtschaftlich neuen Wohnraum? Die Antwort liegt in der intelligenten Kombination aus bewährten Baustoffen und modernen Prozessen.
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Serielles Bauen: Mit vorgefertigten Systemwänden vereint der Massivbau die Präzision der Vorfertigung mit den physikalischen Vorteilen des Ziegels.
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Hybride Ansätze: Technologieoffenheit bedeutet, das beste Material am richtigen Ort einzusetzen – für maximale Flächeneffizienz und Schallschutz.
Technologieoffenheit in der Praxis: Das Projekt „Merian am Illerpark“
Wie dieses Zusammenspiel verschiedener Baustoffe in der Realität aussieht, zeigt das aktuelle Bauprojekt „Merian am Illerpark“ des Bauunternehmens bendl. Hier kommen unsere massiven Ziegel-Systemwände zum Einsatz, um ein Maximum an Wohnqualität und Baugeschwindigkeit zu garantieren. Das Baustellen-Bild spricht Bände: Während im Vordergrund die Ziegel-Systemwand für optimalen Klimakomfort und Schallschutz sorgt, werden im Hintergrund punktgenau vorgefertigte Betonelemente für spezifische statische Anforderungen eingesetzt. Es ist genau dieser intelligente Material-Mix, der modernes, wirtschaftliches Bauen heute ausmacht.
Fazit für Planer und Bauherren
Die neue bayerische Linie stärkt die Innovationskraft der gesamten Branche. Statt starrer Vorgaben zählt wieder das beste Gesamtkonzept. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Projekte mit hocheffizienten Ziegelsystemen sicher, wertbeständig und nachhaltig zu realisieren.
Jetzt unverbindlich beraten lassen!
Sie interessieren sich für den Einsatz unserer Ziegel-Systemwände oder haben eine technische Frage zur Umsetzung Ihres Projekts? Unser Expertenteam unterstützt Sie gerne bei Ihrer Planung - schicken Sie uns Ihre Anfrage und unsere Beratung wird sich umgehend bei Ihnen melden!
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