13. Schwelgasentsorgungsanlage
Wärmerückgewinnung durch integrierte Schwelgasentsorgungsanlage
Die im Vorfeuer (150 °C bis 400 °C) aus dem Porosierungsstoff Sägemehl frei werdenden Schwelgase (Kohlenwasserstoffverbindungen) werden in einer Thermischen Nachverbrennungsanlage (TNV) nachverbrannt. Der Wirkungsgrad einer solchen Anlage liegt bei mehr als 90 %.
Die Schwelgase werden im Bereich des ersten Tunnelofenwagens abgezogen, über einen Wärmetauscher geführt und auf ca. 400 °C aufgeheizt. Anschließend werden sie in der TNV-Anlage bei 750 °C nachverbrannt. Die heißen, gereinigten Gase aus der TNV-Anlage werden wieder in den Ofen geleitet und heizen das Brenngut auf. Sie vermischen sich dabei mit den dort entstandenen Schwelgasen und werden erneut dem Prozess zugeführt.
Durch die Schwelgasentsorgungsanlage (Investitionskosten ca. 500.000 Euro) können nach Unternehmensangaben die Anforderungen der TA Luft bei relevanten Emissionsparametern um mehr als 50 % unterschritten werden. Die Anlage dient der Behandlung prozessbedingter Schwelgase sowie der Rückführung nutzbarer Wärme in den Produktionsprozess.